“Wien ist anders”

Oktober 14th, 2007

Anders im Vergleich zu was? Anders für wen? Naja auf jeden Fall wirbt die Stadt Wien genau mit dem Slogan “Wien ist anders” für sich und seine vermeintliche Andersartigkeit. Anders, d.h. neu für mich ist sie allemal.

Nicht Vorbeigekommen bin ich zunächst einmal natürlich am Wienerischen. Das reden die hier ja alle. Für eine Deutsche nicht immer auf Anhieb verständlich. Auf jeden Fall kommt das Wienerische zuweilen mit sehr unverblümten Ausdrücken daher, manchmal ist es auch einfach nur putzig.

Sehr lustig wirds, wenn dich ein asiatisch aussehender Verkäufer auf dem Wiener Naschmarkt - Prädikat: voll international, sehenswert, mhmm lecker - in perfektem Wienerisch froagt: “Nehmens oauch a Sackerl dazu?” Ich: “Bitte, was?” Er: A Sackerl?! Ich: Achso, nein, ich brauche keine Tüte. Danke.”

Apropo Sackerl! Die Stadt wirbt momentan mit dem Slogan “Nimm ein Sackerl, für mein Gackerl!” für eine hundehaufenfreie Stadt. Ich sag ja, putzig die Wiener. Na, wenn sowas dann keine Wirkung zeigt!

sackerl

How to be guat.
Woanders ist mir bis jetzt auch noch nicht ein bestimmt sehr lieb gemeinter Service begegnet, der hier von den Wiener Linien angeboten wird. So erhält der Wiener aus den Lautsprechern der Straßen- und U-Bahn regelmäßig, eigentlich ständig hilfreiche Tipps zum guten Verhalten im Umgang mit anderen Menschen. Beispielsweise:

“Werte Fahrgäste, wir bitten Sie, Ihren Sitzplatz anderen Personen zu überlassen, wenn diese ihn notwendiger brauchen.” (natürlich nicht auf Hochdeutsch)

Nett.

kategorie: was passiert., wiener g'schichten

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